Wittislinger Bürgerinitiative
für den Erhalt der Lebensqualität
Home
Informationen
Windpark Zöschingen
Aktuelles
Rechtliche Erläuterungen
FÜR und WIDER
Termine
Über uns
PETITION
Home

"Vom Winde verweht"!

                  ... oder sollen wir sagen vom "Lüftchen"?

10.05.2010 Pressemitteilung des Landkreises Dillingen

Der Bau eines Windparks mit drei Windkraftanlagen in der
Gemarkung Wittislingen ist nicht genehmigungsfähig.

Zu dem Ergebnis kam das Landratsamt Dillingen bei der Prüfung der
Genehmigungsfähigkeit insbesondere auf Grund der eindeutigen
artenschutzrechtlichen Beurteilung durch die Regierung von Schwaben. 

 



 

JA  zu Erneuerbaren Energien

jedoch muss der Lebensraum und die Gesundheit des Menschen
in Einklang mit zukunftsweisenden Technologien gebracht werden.

Wir danken für Ihre Zeichnung unserer öffentlichen PETITION
zu verbindlichen Mindestabständen von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung
!
Über 12.000 Menschen (!) sind mit uns einer Meinung,
daß der Gesetzgeber hier zum Schutz der Bürger nachbessern muss.

zur Petition




"Wir sind Anhänger der regenerativen Energien,
aber wir haben in Bayern auch eine einmalige Landschaft.
Deshalb lässt sich die Vertretbarkeit solcher Anlagen nur im Einzelfall entscheiden.

Wir wollen Mensch und Natur schützen
und rennen nicht blind einer Ideologie hinterher."

              Ministerpräsident Seehofer, 7.Aug. 2009 Mainpost


Zum Sachverhalt:

Der ehemalige Gemeinderat unter Bürgermeister a.D. Hr. Reinhold Sing
hat die vertraglichen Voraussetzungen dazu geschaffen, dass
private Investoren
inmitten unseres Gemeindewaldes Windräder mit je 179m Gesamthöhe errichten können
!
Mit Wirkung seit 01.03.2008 unterschrieb Sing den Standortsicherungsvertrag i
nkl. Zusicherung des Pachtvertrages gegenüber dem  Windpark-Projektierer,
er Fa. Uhl aus Ellwangen.

Die Wittislinger Bürger wurden weder im Vorfeld ordentlich über das Projekt informiert,
noch in diese für das Allgemeinwohl so wichtige Entscheidung miteinbezogen.


Groessenvergleich Enercon E-82 zum Ulmer Muenster


Der Betreiber, die Fa. Uhl aus Ellwangen, hat am 17.03.2009 beim Landratsamt Dillingen
den Antrag zur Durchführung des "Windparks Wittislingen" eingereicht
-
ohne den üblichen Vorantrag (!) und ohne vorherige Windmessung (!),
die laut Regionalem Planungsverband in windarmen Gebieten,
wie unserem sogar Bedingung sind!!!!

Laut Regionalplan beträgt die durchschnittliche jährliche Windgeschwindigkeiten
in 50 m Höhe über Grund in unserer Region nur ca. 3,0 bis max. 4,7 m/sec.
(Quelle: Bayerischer Solar- und Windatlas, siehe Abbildung).

Es handelt sich also bei uns nur um bedingt ausreichend windhöffige Gebiete.

Windgeschwindigkeit Schwaben (Bayern)


Deshalb wird vom Planungsausschuss vorgeschrieben, dass vor
einer abschließenden Standortentscheidung
umfangreiche Windmessungen
und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durch die jeweiligen Projektträger gemacht werden müssen!


Diese geforderten Windmessungen wurden bislang nicht gemacht
und somit wird klar gegen eine Auflage des Planungsverbandes verstossen!

Bis heute konnte gegenüber uns Bürgern noch kein glaubhafter
Nachweis erbracht werden, dass der Standort „Trimmpfadwald“
ökonomisch so sinnvoll ist, dass die ökologischen Belange
ins Hintertreffen geraten müssen.



Wir können sogar davon ausgehen, dass die Windhöffigkeit
an dem geplanten WKA – Standort Wittislingen so niedrig liegt,
dass der von der Regierung vorgeschriebene sogenannte
60% EEG – Referenzwert
der Jahreswindgeschwindigkeit
nicht erreicht werden kann
!

Somit bestünde kein Anspruch auf eine gesetzliche Vergütung.

Denn das Erneuerbare Energien Gesetz fordert bereits auf einer
Nabenhöhe von 80m
eine Windgeschwindigkeit von 6,4 m/s
um die Vergütungsstufe 1 zu erreichen.

 

In der geplanten Region um Wittislingen liegt dieser Wert
in 80m Höhe bei etwa 5 m/s.

 

In Wittislingen käme man selbst auf der geplanten immensen
Nabenhöhe von 140m nur auf ca. 5,7 m/s.
d.h. Dieser Standort erhält garkeinen Vergütungsanspruch
oder im besten Fall Stufe 1 für schlechte/mittlere Wirtschaftlichkeit.

 

Denn erst ab 8m/s erreicht man eine gute Wirtschaftlichkeit
und den Vergütungsanspruch 2 nach EEG.

Mehr Infos auf unserer Seite "Informationen" und: download der pdf-Datei

 


Aus obiger Grafik  kann die mittlere Jahreswindgeschwindigkeit in m/s im Gebiet
nördlich der Donau, im Gebiet um Wittislingen bei einer Höhe
von 80m über Grund abgelesen werden.




Wägt man somit den „Nutzen der WKA für die Allgemeinheit
gegen die Belange von „
Landschafts–, Natur- und Artenschutz,
sowie den Schutz der betroffenen Bevölkerung
“ ab,
so hat der Belang „WKA Nutzen für die Allgemeinheit“
in Wittislingen nahezu den Wert
N U L L

 

Zu beachten ist dabei, dass im Fall der Windfarm Wittislingen der Projektierer,
die Fa. Uhl,
bekanntlich nicht der Betreiber sein wird.
Nach Fertigstellung werden die WKA’s von Uhl gewinnträchtig an eine
Beteiligungs- oder Fondsgesellschaft verkauft. 

Evtl. Langzeitfolgen einer möglichen Fehlentscheidung wären dann
vom WKA – Betreiber und von der Gemeinde und somit von uns Bürgern zu tragen!

 

 



Unbeeindruckt von allen Fakten und Belangen hat der Gemeinderat Wittislingen
in der Sitzung am 12.05.09 beschlossen, den Bauantrag für den „Windpark Wittislingen“
in der derzeit vorliegenden Form zwar abzulehnen (12:2 Stimmen),
aber Windrädern im Gemeindewald grundsätzlich zuzustimmen. (8:6).

Am 28.07.09 lehnten die Räte den geänderten neuen Bauantrag mit inzwischen
3 - (5) WKA's mit 8:7 Stimmen ab!

A b e r mit dem Nachsatz, man wolle ja unbedingt die 3 Windräder haben,
nur es solle bitte wieder  ein neuer Bauantrag verfasst werden, d
iesmal in genauer Abstimmung mit der Gemeinde. D
ie 3 Standorte würden dann zusammen festgelegt und zwar n u r 3!
Mit einer Null-Toleranzgrenze bzgl. Schlagschatten.

(Anmerkung: Alle diese Wünsche der Gemeinde wurden von Uhl ignoriert!)

Die "Öffentlichen Belange", die dem Bauantrag entgegenstehen
wurden nicht berücksichtigt.



Ganz anders hingegen läuft es hingegen im benachbarten Gemeinderat Haunsheim ab!
Dieser hat in der Sitzung am 14.05.09 einstimmig beschlossen,
das Einvernehmen zum Bau
nicht zu erteilen!
Der Stiftungsrat stellt das Waldstück in Haunsheim ebenfalls nicht zur Verfügung!
Somit wurde der Standort Haunsheim inzwischen in der Planung gestrichen,
da zudem auch kein Wegerecht erteilt wurde.
Das nachbarschaftliche Einvernehmen wurde in der Sitzung am 16.7.09
ebenfalls nicht erteilt, weil auch der neue Bauantrag der Fa. Uhl laut Haunsheim
wieder gegen öffenliche Belange verstösst.


Wie somit am Beispiel Haunsheim ersichtlich ist, wäre auch die Gemeinde
Wittislingen aufgrund der Regelung des §36 BauGB zum Schutze ihrer
Planungshoheit durchaus befugt, bauplanungsrechtlich unzulässigen
orhaben im Außenbereich ihres Gemeindegebiets ihr Einvernehmen
zu versagen – auch wenn diese privilegiert sind.

Sollten dabei öffentliche Belange zutage treten, die dem Bauvorhaben
entgegen stehen, d a r f die Gemeinde laut Gesetz kein Einvernehmen erteilen!

 

Auch wenn die Naturschutzbelange nach §35 Abs.3 Nr.5,
erst n a c h Vertragsabschluss mit dem Projektierer zutage kamen,
kann die Gemeinde ihr Einvernehmen versagen,
da zu diesem Zeitpunkt schließlich viele Fakten noch nicht bekannt waren.

 


Spätestens die genannten Hinweise aus dem Nachbarort Haunsheim
hätten der Gemeinde Wittislingen Anlass geben müssen, auch einmal selbst
Informationen beim Landesamt für Umweltschutz und anderen Behörden einzuholen.

Denn die Gemeinde ist nach § 36 BauGB im Rahmen eines Immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens sogar
verpflichtet
, Naturschutzbelange zu überprüfen.

 Dies hat sie jedoch unterlassen!

Ihr genügte besagte fehler- und mangelhafte SAP 
und die subjektiven Gutachten des Projektierers
zur Wertung der Belange und schließlich zur Entscheidungsfindung.

 



Entscheidungsbehörde über das Bauvorhaben ist nicht die jeweilige Gemeinde
(sie hat nur 1 Stimme), sondern das Landratsamt Dillingen
.
Dort läuft zur Zeit das Immisionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren.

Dazu werden Gutachten eingeholt vom Gewerbeaufsichtsamt, Bauamt, Bund Naturschutz, Kreisbauhof, Kreisbrandrat, Forstamt, Tiefbauamt, Wasserversorgung Stuttgart,
Landesamt für Umweltschutz, Gemeinde Wittislingen, Gmd. Haunsheim etc.


Aber auch Bürger können Ihre persönlichen Einwendungen gegen dieses Projekt äußern!

Deshalb haben wir - ebenso wie viele Familien und Bürger - im Namen der Bürgerinitiative
eine Eingabe an das Landratsamt gesendet, in der wir unsere Gründe erläutern,
warum wir den Bau des Windparks an diesem Standort ablehnen.

(download der pdf-Datei)




Nachdem die Ziertheimer Windfarm direkt an unserer Gemarkungsgrenze
aufgrund des Vorranggebietes sicherlich genehmigt wird, wird Wittislingen
– falls die Anlagen im Trimmpfad kommen – von zwei Seiten
von 160m und 180m hohen Anlagen (20m höher als das Ulmer Münster) umgeben sein. 


Wer kann ernstlich glauben,
dass diese Anlagen das Ortsbild von Wittislingen
und das Landschaftsbild unserer Heimat
nicht wirklich schädigen?


Die Gemeinde Wittislingen hat sich die vergangenen Jahren zu einem
attraktiven Wohnort entwickelt. Um diese Wohnqualität zu erhalten
wurde über Jahrzehnte ganz bewusst wurde auf die Ansiedlung
von Industrie verzichtet. Es wurden neue Wohngebiete erschlossen
und eine Dorferneuerung initiiert, die den Wohnort noch attraktiver machen soll.

Man kann sagen: Es lebt sich bislang gut in Wittislingen.


Einen wesentlichen Beitrag für die Lebensqualität in Wittislingen
leistet das Naherholungsgebiet im Gemeindewald.
Um dieses Areal werden wir von vielen Gemeinden beneidet. 
Auf Initiative und unter dem großen Arbeitsaufwand
der heutigen Senioren des TSV wurde ein Trimmpfad gebaut
und eine Wanderstrecke zum Haunsheimer Hochbehälter ausgeschildert.
Auch viele Besucher aus den umliegenden Gemeinden
genießen diesen traumhaft schönen Wald.

Wollen wir all das über Jahrzehnte Aufgebaute
wirklich durch die Errichtung gigantischer Industrieanlagen 
(und nichts anderes sind diese WKAs) mit einem Schlag zerstören?

Von den Industrieanlagen im Wittislinger Trimmpfadwald
profitieren letztendlich nur Investoren,

die Wittislingen gar nicht kennen,
oder denen es egal ist, ob für ihre Investition
das Naherholungsgebiet einer Gemeinde irreparablen Schaden nimmt.


Für 10 € Einnahmen pro Einwohner im Jahr
(allein der Wertverlust der Immobilien,
der bei 20% - 30% und mehr liegen wird, ist ungleich höher)
sollten wir unseren Gemeindewald nicht zur Verfügung stellen!

 


WIR sagen N E I N zu diesem Projekt an diesem Standort !

Bei einer Realisierung der „Windfarm Wittislingen“ wäre davon auszugehen:

  • dass die geplanten Windkraftanlagen dem Landschaftsbild
    grob unangemessen wären und als besonders belastend
    empfunden werden würden
  • dass eine naturbezogene, ruhige Erholung
    nicht mehr uneingeschränkt möglich wäre
  • dass die wertvollen Lebensräume für die heimische
    Tierwelt nicht mehr gewährleistet wären
  • dass fahrlässige Tötung von geschützten Vögeln
    und Fledermäusen in Kauf genommen würde
  • dass der zusammenhängende Landschaftsraum,
    der bislang nicht von Industrieanlagen,
    Hochspannungsmasten etc. zerschnitten ist,
    in seiner Ausgewogenheit stark gefährdet wäre
  • dass die Windenergienutzung in diesem Waldgebiet
    unvereinbar wäre mit den Belangen des Naturschutzes
    und der Landschaftspflege

Einzelheiten zu diesen Punkten können Sie nachlesen auf der Seite AKTUELLES



Unterstützen Sie:    
Bürgerinitiative für Erhalt der Lebensqualität in Wittislingen  


Denn 20 Jahre haben Bürger & Vereine nun darauf hingearbeitet,
ein „lebenswertes Wittislingen“ zu gestalten!

Das sollte auch weiterhin unser Aller Bestreben sein!
Helfen Sie mit, unsere schöne Landschaft zu erhalten
!

Flora & Fauna sind ein zu kostbares Gut,
das man nur bei entsprechendem Nutzen für die Allgemeinheit
partiell opfern darf, keinesfalls jedoch dem Profitstreben von Einzelnen.

Es kann nicht der Sinn einer zukunftsorientierten Energiepolitik sein,
die Naherholungsgebiete bayerischer Gemeinden
in ihrem Grundbestand zu zerstören
und schützenswerte Tiere zu gefährden.

Gesundheit und Wohlstand jedes Bürgers sind zu erhalten
und dürfen nicht durch flächendeckende industrielle Verformung
der Umwelt durch monströse Windkraftanlagen
in unerträglichem Maße beeinträchtigt werden.

Wir stellen den Erhalt unseres Naherholungsgebietes
über das Streben nach Gewinn einiger weniger.

Helfen Sie uns bitte dabei mit einer gerechten Entscheidung
zugunsten Mensch, Natur und Tier.


Informieren & engagieren SIE sich!

....denn wer heute schläft, hat vielleicht morgen schon
      ein Windrad in seinem Vorgarten stehen
.... und wurde nicht mal gefragt, ob es ihm recht ist!

Wie massiv die Windkraft-Projektanten in unser Gebiet in
Nordschwaben vordringen, können wir ja zur Zeit
bald täglich der Zeitung entnehmen. Siehe: Aktuelles
HomeInformationenWindpark ZöschingenAktuellesRechtliche ErläuterungenFÜR und WIDERTermineÜber uns